Leinfelden- Echterdingen, 24.07.2017, von Steffen Hörz

Scheuneneinsturz in Leinfelden Echterdingen

Stirnwand einer Scheune hängt auf Nachbargrundstück und droht einzustürzen- sofortiger Abriss durch Hochbauamt angeordnet.

Scheunenabbruch in Echterdingen

Am Montagnachmittag gegen 16:30 Uhr erfolgte die Alarmierung der ersten Bergungsgruppe und der Fachgruppe Beleuchtung des Ortverbandes Neuhausen: In Leinfelden Echterdingen hatte eine Scheune durch die Unwetter der vergangenen Tage Schaden genommen. Eine Giebelwand drohte auf das Nachbargrundstück zu stürzen und dort schwere Schäden anzurichten. Deshalb entschieden die Verantwortlichen des Hochbauamtes der Stadt, daß die Scheune unmittelbar zu sichern und abzureißen ist. Aufgrund der Dringlichkeit wurde die Aufgabe an das THW übertragen.

Mittels eines Hubsteigers wurden zuerst  die verbliebenen Dachziegel entfernt um die Last auf das teilweise sehr morsche Gebälk zu reduzieren. In einem zweiten Schritt wurde die einsturzgefährdete Giebelwand mittels eines Geifzuges gesichert und abgespannt. Als Drittes wurde, um die Last auf die Giebelwand weiter zu reduzieren, das Mauerwerk im oberen Drittel der Wand entfernt.

Ein Bausachverständiger des Ortsverbandes Stuttgart war zwischenzeitlich ebenfalls vor Ort, um das weiter Vorgehen mit der Einsatzleitung aus Neuhausen abzustimmen. Es wurde dann, um die Giebelwände selber niederlegen zu können, die Räumgruppe aus Schorndorf, die über einen Radbagger verfügt, nachalarmiert.

Aufgrund der schlechten Zugänglichkeit des Objektes und dem hohen Risiko, daß die Giebelwand kippen könnte, dauerten die Aktionen länger als ursprünglich angenommen. Seit dem Einsetzen der Dunkelheit wurde das Objekt von der Fachgruppe Beleuchtung von drei Seiten ausgeleuchtet.

Gegen drei Uhr in der Nacht erfolgte dann der erste Schichtwechsel. Die Bergungsgruppe aus Neuhausen wurde durch Kameraden aus dem Ortsverband Ostfildern ersetzt. Diese hatten dann die Aufgabe, eine weiter Sicherungsmaßahme an der Giebelwand durchzuführen. Diese war erforderlich, weil die Balken des Fachwerks in diesem Bereich sehr morsch waren. Weiterhin wurde dann bis in den Morgen hinein unter schwierigen Umständen das Gefache des Daches mit Balken und Dachlatten Stück für Stück abgetragen. Unterstützt wurden die Arbeiten in der Nacht durch einen Experten des Ortsverbandes  Ofterdingen.

Gegen sieben Uhr am Morgen wurde dann die Beleuchtung zurückgebaut, Dienstende für die Beleuchtungsgruppe aus Neuhausen.

Die Räumgruppe aus Schorndorf wurde dann durch eine dritte Schicht von Kameraden des Ortsverbandes Kirchheim abgelöst. Gegen spät am Nachmittag war es dann möglich, die beiden Stirnwände sicher umzulegen. Die fachliche Unterstützung stellt während dieser Phase des Einsatzes ein Baufachberater vom Ortsverband Ludwigsburg sicher. Um 18:15 Uhr am Dienstag kam dann wieder die erste Bergungsgruppe aus Neuhausen in den Einsatz: Es musste das am Vortag verwendete Material wieder auf die Fahrzeuge verlastet und die Einsatzbereitschaft hergestellt werden.

Insgesamt ein schwieriger aber auch interessanter Einsatz für das THW. Der modulare Aufbau der Einsatzeinheiten erwies sich auch in diesem Fall als sehr hilfreich und die Zusammenarbeit zwischen Ortsverbänden klappte hervorragend. Wir danken an dieser Stelle allen eingesetzten Kameraden!


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