16.09.2019, von THW Mediateam Baden-Württemberg & Frederik Weiß

Übungswochenende bei Stetten am kalten Markt

Auf dem Truppenübungsplatz Heuberg übte drei Tage lang ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und Malteser Hilfsdienst (MHD) den Realeinsatz. Übungsszenario war ein schweres Erdbeben im Zollernalbkreis, welches zahlreiche Gebäude und Infrastruktur zerstörte.

Zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen wurden überörtliche Kräfte von Feuerwehr, THW und MHD in das Katastrophengebiet entsandt. Der erste Auftrag für die Helfer führte Sie zu einem verunglückten Zug. In diesem wurden zahlreiche Personen vermutet und mussten von den Kräften der Feuerwehr und des THW gerettet werden. Die anschließende Versorgung und den Transport ins Krankenhaus übernahmen der Malteser Hilfsdienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Parallel dazu mussten mehrere ausgebrochene Brände von den Feuerwehren Schwaikheim und Leutenbach gelöscht werden.

Im Verlauf der Rettungsarbeiten brach in einem angrenzenden Gebäude ein Brand aus. Mehrere Personen wurden verletzt. Die Ausleuchtung der Einsatzstelle stellten Helfer der THW Ortsverbände Neuhausen und Memmingen sicher. Die Kräfte des THW und der Feuerwehr Ostfildern drangen mit schwerem Gerät in das Gebäude ein, um die eingeschlossenen Personen zu befreien und an den Rettungsdienst zu übergeben.

Der Samstagvormittag wurde für eine Stationsausbildung genutzt. Der Schwerpunkt lag hierbei auf Themen wie Bewegen von Lasten, Brandbekämpfung, Retten aus Höhen und Tiefen, sowie dem Aufbau eines Behandlungsplatzes.

Den Abschluss des Übungswochenendes bildete eine weitere gemeinsame Übung, die auf den Inhalten der Stationsausbildung aufbaute. Ein verunfallter Fahrzeugkonvoi stellte die ehrenamtlichen Helfer vor besondere Herausforderungen. Schnelles und professionelles Handeln war hier gefragt.

Zügig wurden die Flammen bekämpft, um ein Übergreifen auf weitere Fahrzeuge zu verhindern. Parallel erfolgte die Rettung von mehreren eingeklemmten Personen aus Fahrzeugen mit hydraulischem Rettungsgerät. Außerdem musste eine Person unter einem umkippten LKW befreit werden. Die Verletzten wurden vom MHD weiter medizinisch versorgt und abtransportiert. Eine verwirrte Person wurde durch die THW Fachgruppe Ortung mithilfe einer Drohne wieder aufgespürt.

Im zweiten Szenario übten weiter Kräfte diverse Hilfsmaßnahmen nach einer Gasexplosion. Vordringlichste Aufgabe für die Einsatzkräfte war die Bekämpfung der entstandenen Brände. Nachdem sichergestellt war, dass kein weiteres Gas austritt und die Einsatzstelle gefahrlos betreten werden kann, erfolgte die Rettung der zum Teil schwer verletzten Opfer. Diese wurden am eingerichteten Behandlungslatz an den MHD übergeben. Zum Teil mussten die Verletzten durch die Fachgruppe Ortung in den Trümmern des Gebäudes mit technischem Gerät lokalisiert werden.

Die über 180 ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die an diesem Übungswochenende beteiligt waren, würden durch die Fachgruppe Logistik/Verpflegung aus den THW Ortsverbänden Heidenheim und Memmingen verpflegt. Die zahlreichen Verletztendarsteller kamen aus den Notfalldarstellungsgruppen Mannheim, Villingen-Schwenningen, Heilbronn, Esslingen-Zell, Aalen und der Nordeifel.

Text: THW Mediateam Baden-Württemberg


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