Gerätekraftwagen

In jedem guten Haushalt gibt es eine Werkzeugkiste. Das THW besitzt eine auf Rädern: den Gerätekraftwagen (GKW). Etwa 16 Tonnen bringt das Fahrzeug auf die Waage, um Schraubenzieher, Zange und Hammer an die Einsatzstelle zu bringen. Bis zu neun Helferinnen und Helfer sind in der Gruppenkabine vorne mit an Bord.

Doch nicht nur handelsübliches Kleinwerkzeug verbirgt sich im Gerätekoffer im hinteren Teil des Fahrzeuges. Die Grundidee ist einfach: In den Gerätefächern und auf dem Dach wird alles mitgeführt, was im Einsatz gebraucht wird. Zu finden ist Großwerkzeug wie Schaufel, Krankentrage, ein tragbares Stromaggregat, Leitern und Stützen für einsturzgefährdete Häuser. Daneben Spezialwerkzeug für die Menschenrettung, beispielsweise das Abseilgerät sowie unterschiedliche Tragen, die auch als Seilbahn verwendet werden können.

Der GKW des THW Neuhausen

Technische Daten

Hersteller
MAN Truck & Bus SE
TYP:TGM 18.290 4x4 BB
Kennzeichen
THW-91354
Sitzplätze
1+8
Leermasse
9.830 kg
Zul. Gesamtgewicht16.000 kg
Anhängelast gebremst
24.000 kg
Hubraum
6.900 cm³
Leistung
213 kW (290 PS)
Motorart
6-Zylinder Diesel, Euro 6d Abgasnorm
Getriebe:ZF AS Tronic 12 Gang Automatik (Off-Road)
Baujahr:
2020
Länge:
8100mm
Breite:
2550mm
Höhe:
3280mm
Besonderheiten:

Allradantrieb mit sperrbarer Vorderachse;

HPC Seilwinde 5t/10t Zugkraft;

Ausfahrbarer Lichtmast auf Fahrzeugdach;

Umfeldbeleuchtung und Heckwarneinrichtung in LED-Technik

Der Werkzeugkoffer des THW

Auch verschiedenste Geräte zum Anheben schwerer Lasten sind Bestandteil der Beladung. Sie werden benutzt um Betontrümmer oder Teile verunglückter Fahrzeuge anzuheben. Betrieben werden sie mit verschiedenen Methoden: von Luft über Öldruck bis hin zum Hebelprinzip. Sie müssen ein breites Spektrum abdecken: kleinste Geräte, die direkt in Spalten geschoben werden können, bis hin zu größerem Gerät zum punktuellen Anheben von bis zu 40 Tonnen. Spezialgeräte zum Ziehen von Lasten gehören ebenfalls zum Spektrum des Fahrzeuges. Das Highlight hier: die fest im Fahrzeug verbaute Seilwinde, die direkt fünf Tonnen, mit Hilfe von einfacher Umlenkung wie beim Flaschenzug bis zu 10 Tonnen ziehen kann.

Damit die Hilfe auch ankommt, ist das Fahrzeug mit einem zuschaltbaren Allradantrieb versehen. So kommt man auch bei widrigen Straßenverhältnissen an entlegene Punkte. Der Schutz der Helfer ist ebenfalls wichtig: Im GKW vorhandene Pressluftatmer ermöglichen das Atmen selbst bei dichtem Rauch, Staub und giftigen Gasen.

Funkrufname

Heros Neuhausen 22/51

Abkürzung

GKW I

Dazu gehörende Gruppe